Renate Hartwig: Protest im Olympiastadion

12. Juni 2008

„Wir kämpfen um unsere Hausärzte“ – Das war das Motto der Großveranstaltung am 07.06.2008 im Münchner Olympiastadion. Die Autorin des Debattenbuchs: „Der verkaufte Patient“, Renate Hartwig, mobilisierte 25.000 Patienten und Ärzte zum Protest gegen die Gesundheitsreform. Das Event war eine Kampfansage an die gegenwärtige Gesundheitspolitik und ein Zeichen des Zusammenhalts von Ärzten und Patienten. Lesen Sie mehr über die Hintergründe im Special zum Buch.

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3 Reaktionen zu „Renate Hartwig: Protest im Olympiastadion“

  1. Von Gabriele Waach-Ilacqua

    Ich protestiere energisch gegen das neue Gesetz. Ich kann bereits jetzt erkennen, dass eine enorme Verschlechterung bei der medizinischen Versorgung der Staatsbürger eingetreten ist. Wir zahlen in diesem Land ordertlich hohe Beiträge und nur weil eine wildgewordenen Ministerin der Wiener Krankenkasse und deren Verschwendungssucht nicht Herr wird, müssen nicht alle Staatsbürger die Zeche bezahlen. Ich fordere, das die Parteilieblinge, die das finanzielle Desaster bei der Wiener Krankenkasse verursacht haben, sofort abgelöst werden und qualifizierte Manager eingesetz werden, die den Saustall in Ordnung bringen. Wie kommen die anderen Bundesländer, in meinem Fall Salzburg, dazu den Wiener Wahnsinn zu bezahlen.
    Die zuständige Ministerin ist mit sofortiger Wirkung in die Wüste zu schicken. Wie es aussieht, gibt es ohnedies bald Neuwahlen und dann ist diese Dame ohnedies Geschichte.
    Ich unterstütze ausdrücklich den Protest der Ärzte und gehe mit allen Ihren Forderungen konform.

  2. Von Dr. Maikel Bär

    Es ist klasse, dass wir Ärzte so viele Patienten hinter uns haben. Vielen Dank !

    Die beste Lösung wäre m.E. der kollektive Ausstieg aller Ärzte aus dem System (schon 70 % entsprächen einem Systemversagen)

    - aber nicht mit der Konsequenz, dass andere Institutionen die Aufgaben der bisherigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) an sich ziehen und die Bürokratie fortsetzten oder gar noch verschlimmern,

    sondern mit dem Ziel der Direktabrechnung: der Patient erhält eine Rechnung vom Arzt (meinentwegen gemäß GOÄ, einfacher Satz) und bekommt diese von seiner Kasse erstattet.

    Einem Missbrauch könnte durch eine geringe Selbstbeteiligung des Patienten vorgebeugt werden. Das würde quasi den Privat-Pat entsprechen, die bedacht mit ihren Ansprüchen umgehen und die Rechnung des Arztes kritisch überprüfen.

    Damit würde sämtliche Kontrolle, Verwaltung und Bürokratie mitsamt ihren Funktionären überflüssig werden, die bisher Unmengen unserer Kassenbeiträge verschlingen, so dass für den eigentlichen Leistungserbringer (Arzt) kaum mehr etwas übrig bleibt. (Kein Wunder, dass sie alle abwandern oder schließen)

    Es ist wunderbar, wie viel sich an der Basis bewegt. Fragt Eure Ärzte nach Unterschriftenlisten oder ladet sie Euch hier runter (s. Downloads). Vielleicht kann so das Volksbegehren zum Ausdruck gebracht werden…

  3. Von Holde Berin

    Habe heute (2.7.)Ihr Buch ‘Der verkaufte Patient…’ gelesen und bin entsetzt. Aus eigener Erfahrung als ganz normale Patientin habe ich in den vergangenen Jahren bereits einen ‘Geschmack’ von der Gesundheitsreform bekommen und erlebe weiter die tiefe Betroffenheit einer Physiotherapeutin über den haarsträubenden und menschenverachtenden Umgang der Kassen mit schwerkranken Menschen.
    Was mir fehlt: Wo und wie kann ich mich einklinken in die Patientenbewegung?
    Gruß und Dank
    H. Berin

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